Unsere Reitdisziplin

Die verschiedenen Arbeitsreitweisen haben sich aus der berittenen Arbeit mit Rindern, wie sie in Südeuropa, insbesondere Portugal, Spanien, Frankreich und Italien seit Jahrhunderten praktiziert wird, entwickelt. Der Kolonialismus brachte die Arbeitsreitweisen nach Nord- und Südamerika sowie nach Australien. Daraus entwickelte sich in Amerika das heute weltweit populäre Westernreiten.

In den südeuropäischen Ursprungsländern wurden landestypische Pferderassen gezüchtet, welche über die Jahrhunderte verbessert wurden. Die Rinderherden waren kaum domestiziert, im Gegensatz zu den amerikanischen und australischen Rindern, vielmehr handelte es sich um Kampfstiere oder Rinder mit wildem Verhalten. Zu den Aufgaben von berittenen Rinderhirten zählt es die Rinder zu treiben oder zu selektieren. Die Pferderassen müssen sich dafür eignen. Das Pferd eines Rinderhirten muss gehorsam, nervenstark, zuverlässig, schnell, wendig und durchlässig sein.

Mit zunehmender Modernisierung und Industrialisierung drohten diese Arbeitsreitweisen, welche Bestandteil der nationalen Kulturen sind, in Vergessenheit zu geraten. In der Working Equitation wird beabsichtigt, nicht nur die Reitweise jedes Landes zu fördern, sondern auch die Traditionen, Reitbekleidungen, Sättel und Zaumzeuge, die Bestandteil des Kulturgutes jeder Nation sind, zu erhalten.

 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Working-Equitation

 

Heute werden im Sportbereich die ursprünglichen Elemente in einer Dressurprüfung, einem Speedtrail und einem Stiltrailpacour zusammengefasst. In den höheren Klassen kommt dann noch die Arbeit am lebenden Rind hinzu.

 

Jeder, der Lust hat, ist herzlich willkommen und kann gerne mitmachen. Es ist vollkommen egal, ob Reiter/-in eines Großpferdes, eines Kleinpferdes oder Ponys.